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Adam Raga gewinnt Santigosa 3 Días 2026 mit nur einem Strafpunkt über drei Tage

Foto: TrialNews.eu

Events 7 April 2026

Adam Raga gewinnt Santigosa 3 Días 2026 mit nur einem Strafpunkt über drei Tage

Die 54. Auflage der 3 Días Trial de Santigosa — ausgetragen vom 3. bis 5. April im Pyrenäendorf Sant Joan de les Abadesses — wurde zu einer Demonstration fahrerischer Präzision von Adam Raga. Der Sherco-Werkspilot sammelte über das gesamte Event nur einen einzigen Strafpunkt und sicherte sich damit zum zweiten Mal in Folge den Sieg bei einem der weltweit renommiertesten traditionellen Trial-Events.

Die 3 Días Trial de Santigosa wurde erstmals 1972 ausgetragen — die diesjährige Veranstaltung ist bereits die 54. Auflage. Organisiert vom Moto Club Abadesses im mittelalterlichen Städtchen Sant Joan de les Abadesses in den katalanischen Pyrenäen (Comarca Ripollès, Provinz Girona), nimmt das Event im Welttrial eine Stellung ein, die nur mit dem Scottish Six Days Trial vergleichbar ist: keine künstlichen Hindernisse, sondern drei Tage über anspruchsvolles Naturgelände, mit der legendären Indoorzone im Ortskern als täglichem Höhepunkt. Die Siegerliste liest sich wie ein Verzeichnis der Trial-Größten: Jordi Tarrés, Adam Raga, Dougie Lampkin und Takahisa Fujinami haben hier alle triumphiert. Die Nachfrage übersteigt stets das Angebot: Über 300 Bewerbungen konkurrieren um 240 Startplätze, was die Qualifikation selbst bereits zu einer Auszeichnung macht. Fahrer aus ganz Europa und Japan reisen an — ein echtes Weltfest im Herzen eines kleinen katalanischen Bergdorfs.

Santigosa ist kein gewöhnlicher Trial. Mit über 300 Bewerbungen und nur 240 ausgewählten Fahrern ist die Teilnahme selbst bereits ein Ausweis in der Trial-Welt — ein Event, das mit dem Scottish Six Days Trial verglichen wird, wegen des kompromisslosen traditionellen Formats und der extremen Schwierigkeit des Pyrenäengeländes. Wochen vor dem Event hatten Winde von mehr als 100 km/h Bäume über die Strecke gefällt, sodass der Moto Club Abadesses den Kurs anpassen musste — die Herausforderung blieb dennoch vollständig erhalten.

Tag 3: Schlamm, steile Anstiege und maximaler Druck

Der Schlusstag erwies sich als der schwierigste der drei Tage. Einunddreißig Sektionen mit nassen, schlammigen Bedingungen, steilen technischen Anstiegen und anspruchsvollen Stufen sorgten bei vielen Fahrern für die höchsten Strafpunkte des gesamten Events. Trotz der Geländeschwierigkeiten schlossen sowohl Raga als auch Jorge Casales (TRRS) den Tag ohne Strafpunkte ab und bewahrten damit den über die ersten zwei Tage aufgebauten Vorsprung: Raga mit einem Gesamtpunkt, Casales mit vier.

Nach seinem Sieg betonte Raga den tatsächlichen Schwierigkeitsgrad der Sektionen und den ständigen mentalen Druck, der nötig ist, um drei volle Tage im Naturgelände fehlerfrei zu fahren. Zudem nannte er Santigosa als ideale Vorbereitung für den Scottish Six Days Trial — ein Event, das er im vergangenen Jahr knapp verpasst hatte und bei dem er in diesem Jahr erneut um den Sieg kämpfen will.

Podium und Klassements

Marc Piquer lieferte die stärkste Leistung am Schlusstag unter den Spitzenfahrern ab, mit einer starken Aufholjagd auf den dritten Gesamtrang mit 12 Punkten. Dahinter ein Dreikampf mit je 13 Punkten: Marc Riba (4.), Marc Freixa Jr. (5.) und Àlex Canales (6.). Freixa Jr. hatte nach dem ersten Tag noch gemeinsam an der Spitze gelegen, verdoppelte aber seinen Samstag-Score und fiel vom Podium. Sam Obradó wurde 7. mit 19 Punkten.

Der britische TrialGB-Fahrer Ben Dignan überzeugte mit einem Top-Ten-Ergebnis auf dem 8. Platz, punktgleich mit 20 Punkten mit dem japanischen Fahrer Shinya Hirohata auf Rang 9. Eric Miquel komplettierte die Top Ten mit 23 Punkten.

Klassenergebnisse

Bei den Junioren gewann Jin Kuroyama mit 29 Punkten vor Oriol Garcia Campano (33) und Aniol Llamas (34). Die Cadete-Klasse gewann Jon Amós Bilbao (63) vor Damià Solà (65) und Arnau Arias (81). Bei Juvenil führte Pau Giralt mit 103 Punkten, gefolgt vom Briten Benjamin James (166) und Jou Becerra (201).

Die Veterano A-Kategorie gewann Francesc Recio (41) vor Gabriel Reyes (48) und Álvaro Blázquez (49), mit Ex-Weltmeister Dan Clark (GB) auf dem 4. Platz mit 50 Punkten und dem vielfachen Biketrial-Weltmeister Dani Comas auf dem 5. Bei Veterano B triumphierte Ex-Weltmeister Oscar Giró (63) vor dem Franzosen Philippe Vaudey (73) und den Italienern Andrea Buschi und Paolo Lazzaroni, beide mit 74 Punkten.

In der Féminas-Kategorie gewann Trial-GB-Women-Meisterin Alice Minta überlegen mit 79 Punkten vor Queralt Fontdevila (119) und der Italienerin Martina Gallieni (143).

Geschichten abseits der Ergebnisse

Der finnische Fahrer Pasi Pajunen erfüllte sich einen Lebenstraum, indem er an seinem 60. Geburtstag bei Santigosa antrat — inspiriert seit Kindertagen von den Geschichten der finnischen Weltmeister Yrjö Vesterinen und Tommy Ahvala. Trial-Star Gabriel Marcelli war als Ehrengast anwesend.

Einen beunruhigenden Moment gab es dennoch: Der lokale Fahrer Martí Escofet erlitt am Ende des dritten Tages in der Indoorzone nach einem Sturz eine Gehirnerschütterung. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo Untersuchungen eine schwere Verletzung ausschlossen; er konnte das Krankenhaus wenige Stunden später wieder verlassen.

Das Event endete mit großer Zufriedenheit bei Fahrern und Organisatoren. Der Moto Club Abadesses — nun unter dem neuen Vereinspräsidenten Enric Losilla, der den langjährigen Joan Moncanut ablöst — erhielt Lob für die Bewahrung des besonderen Charakters von Santigosa: ein puristischer, anspruchsvoller, traditioneller Trial ohne jegliche Kompromisse.

Quelle: Moto Club Abadesses ()

Source: Moto Club Abadesses →
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